Hoffnung für Frauen mit fortgeschrittenem und bereits umfassend behandeltem Brustkrebs: Ein im Meeresschwamm enhaltener Stoff zeigt offenbar positive Auswirkungen.

Ein im Meeresschwamm enthaltener Stoff kann Frauen mit Mammakarzinomen helfen. Das zeigt eine Studie, die britische Forscher an einer Jahreskonferenz für Krebsforscher in Chicago vorgestellt haben.

Der synthetische Wirkstoff Eribulin Mesylat, der dem Inhaltsstoff einer Meeresschwammart nachempfunden ist, schränkt demnach die gefährliche Zellteilung ein, durch die sich Zellen selbst zerstörten.

 

Die Wissenschaftler um Christopher Twelves von der Universität Leeds überprüften die Fälle von 762 Patientinnen aus verschiedenen Ländern. Sie verglichen die Wirkung von Eribulin Mesylat mit jener herkömmlicher Krebs-Medikamente. Die Patientinnen hatten sich durchschnittlich bereits vier Chemotherapien unterzogen.

Die Untersuchung zeigte, dass Frauen, die auch mit Eribulin Mesylat behandelt wurden, etwa zweieinhalb Monate länger lebten als Patientinnen, die nur eine Chemotherapie erhielten. Das entspricht einer Verlängerung der Lebensdauer um rund 20 Prozent.

Quelle: 20 Minuten, 7.6.2010,  sda

{kunena_discuss:25119}

Go to top