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Forscher des Eawag und der Uni Bern beobachten Evolution «live»

Von einer erstaunlichen Beobachtung in Sachen Artbildung berichten Forschende des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals «Plos Genetics»: Sie fanden heraus, dass die Dreistachligen Stichlinge im und um den Bodensee derzeit dabei sind, sich in verschiedene Arten aufzuspalten.

Üblicherweise entwickeln sich eigenständige Arten, indem sie sich an unterschiedliche Lebensräume anpassen und in der Folge räumlich isoliert voneinander fortpflanzen. Das funktioniert auch andersherum: In der Vergangenheit haben Forscher mehrfach beobachtet, dass eine Einengung natürlicher Lebensräume dazu führte, dass verschiedene Arten zu einer einzigen verschmolzen.

Der Bodensee-Stichling hingegen profitiert offenbar von einer überragenden Anpassungsfähigkeit an neue Lebensräume: So fanden die Forscher heraus, dass sich im See lebende Stichlinge genetisch von jenen unterscheiden, die in den Seezuflüssen leben - und dies, obwohl auch die Stichlinge aus dem See zur Laichzeit in die Zuflüsse wandern, sich also am gleichen Ort paaren wie die in den Zuflüssen heimischen Vertreter ihrer Art. Dieser Befund sei vollkommen unerwartet gewesen, schreiben die beteiligten Wissenschafter.

Per DNA-Sequenzierung machten die Forscher rund 40 Regionen auf 20 verschiedenen Chromosomen aus, in denen sich «Seestichlinge» von den «Bachstichlingen» unterscheiden. Dies sei ein Hinweis darauf, dass die Fische gerade dabei sind, sich in zwei unterschiedliche Arten aufzuspalten.

Gleichwohl wollen die Forscher vorerst nicht von neuen Arten sprechen, sondern von zwei «Ökotypen». Denn bis anhin ist ungewiss, ob sich die bisher beobachtete Entwicklung fortsetzen wird und ob an deren Ende tatsächlich zwei oder mehr verschiedene Stichling-Arten stehen. Allerdings gehen die genetischen Unterschiede bereits mit äusseren Merkmalen einher: Die «Seestichlinge» bilden breitere Knochenplatten und längere Stacheln aus, mit denen sie gut geschützt vor Raubfischen und Fisch fressenden Vögeln sind, schreiben die Forscher.

Quelle: NZZ, 2.3.2016, Seite 24, Helga Rietz

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