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Im Bodensee liegen vor dem Ufer von Romanshorn bis Bottighofen in regelmässigen Abständen rätselhafte Hügel. Taucher entdeckten sie nun als Steinhaufen. Die grosse Frage bleibt: Wie sind diese Erhebungen im See entstanden?

Die mysteriösen Erhebungen auf dem Grund des Bodensees geben weiter Rätsel auf. «Noch ist nicht klar, ob die Hügel natürlich entstanden oder von Menschenhand erschaffen wurden», sagt Hansjörg Brehm, Thurgauer Kantonsarchäologe.

Dieses Bodensee-Stonehenge warf vergangenen Herbst hohe Wellen. Gestern präsentierten Taucher erste Bilder einiger der rätselhaften Hügel. Dafür tauchten sie bei Uttwil in den See (Mysteriöse Hügel: «Bodensee-Stonehenge» gibt Forschern Rätsel auf).

Über hundert auffallend gleichmässig angeordnete Hügel liegen auf dem Grund des Bodensees. Dies auf einer Länge von rund 15 Kilometern zwischen Romanshorn und Bottighofen, etwa 250 Meter vom Ufer entfernt.

Die Erhebungen haben eine Höhe zwischen einem und zwei Metern und einen Durchmesser von bis zu 20 Metern. Geologen des deutschen Instituts für Seeforschung in Langenargen entdeckten diese dank hochmoderner Technik während ihrer aktuellsten Vermessung des Seegrunds.

«Das Steinmaterial können Geologen klar dem zuweisen, es stammt also aus der Bodenseegegend», sagt Brem. Einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimeter hätten die Steine. «Sie sehen aussortiert aus.»

Obwohl es nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden kann, dürfte es sich eher um das Werk von Menschen handeln. «Solche Mengen an Steinen werden nicht von Wind und Wellen aufgeschüttet», sagt Martin Wessel, Geologe am Institut für Seeforschung in Langenargen.

Ein einzelner Hügel umfasst mehrere hundert Kubik. Einen dieser riesigen Steinhaufen haben die Taucher nun abgetragen. Weder darin noch darunter haben sie etwas gefunden.

Zur Entstehung der Hügel gibt es somit weiterhin keinen Anhaltspunkt. Deshalb lässt sich nun auch das Amt für Archäologie zu Spekulationen hinreissen.

map.geo.admin.ch

Bauwerk im Wasser gebaut

«Angesichts der Menge an Steinen haben wir zuerst an gezielte Verklappungen gedacht, also Schiffsballast oder Abfall», sagt Brem. Doch die regelmässige Anordnung der Steinhügel spreche dagegen. Nachfragen bei Schiffsunternehmen und älteren Mitarbeitern von Schiffsbetrieben hätten diese Vermutung nicht bestätigt.

«Auch die Idee von geheimen Aktivitäten der Schweizer Armee ist nach den ersten Abklärungen nicht mehr zu halten», sagt Brem. Somit liege die Entstehung der Hügel wohl weit mehr als hundert Jahre zurück.

Falls es sich dabei um Bauwerke von Menschen handelt, müssten diese wohl im Wasser gebaut worden sein. Denn in den vergangenen zehntausend Jahren habe sich der Seespiegel kaum jemals derart weit abgesenkt, dass die Zone, wo sich die Hügel befinden, je im Trockenen lag, weiss Brem.

Eine Möglichkeit sei, dass es sich bei den Steinhaufen um die Überreste eines Treidelpfades zum Schleppen von Schiffen mit grösseren Lasten über längere Distanzen gegen Wind und Strömung handelt. Einen historischen Beleg für eine solch markante Konstruktion am südlichen Bodenseeufer gibt es aber nirgendwo.

Holz soll das Alter verraten

«Das Rätsel der Hügel ist noch nicht gelöst», sagt Brem. Die Klärung der Frage nach der Entstehung des Bodensee-Stonehenge soll aber weitergehen. Einen entscheidenden Hinweis verspricht sich Brem nun von der ETH in Zürich.

Dort sollen kleinste Holzstücke, welche die Taucher bei den Steinhügeln bargen, analysiert und datiert werden. Falls sie etwa Teil einer Konstruktion waren, könnte so gesagt werden, aus welcher Epoche diese Hügel stammen.

«Dann wissen wir, ob wir es beispielsweise mit dem Mittelalter oder der Antike zu tun haben», sagt Archäologe Brem.

Quelle: pravda-tv.com, 12.3.2016

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