Die Polizei muss sich in der Region Zürichsee vermehrt mit einer südländischen Schlangenart herumschlagen. Diese verkriecht sich gerne auf Booten.

Würfelnattern sind eigentlich in Südeuropa heimisch – vermehrt werden Exemplare aber auch in Zürich gesichtet. Der Grund: In den Achtzigerjahren haben Unbekannte in Rapperswil einige Tiere illegal ausgesetzt.

«Inzwischen betreffen vier von fünf Meldungen aus dem Raum Zürichsee diese Art», sagt Andreas Meyer von der Schweizer Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz zum «Tages-Anzeiger». Im Gegensatz zur heimischen Ringelnatter sei ihre südländische Verwandte nämlich anpassungsfähiger und überlebe auch in menschengemachten Umgebungen wie Häfen.

Schlangen schleichen auf Boote

Die Wasserschutzpolizei hat deshalb oft mit Würfelnattern zu tun – die wechselwarmen Tiere suchen nach der Jagd im Wasser warme Plätze und verirren sich hie und da auf stillliegende Boote. Laut dem Schlangenexperten der Kantonspolizei, Erich Hausammann, ist das Erklettern der Taue für die Nattern ein Leichtes.

Ein Grund für Panik sei dies jedoch nicht: Denn obwohl die Schlangen bis zu 130 cm lang werden können, sind sie völlig harmlos. Laut Andreas Meyer könne man die Tiere einfach aufheben und über Bord werfen – denn selbst wenn man sie in die Hand nehme, würden sie nicht zubeissen.

Quelle: 20 Minuten, 27.8.2016

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