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Im Rhein bei Neuhausen entdeckte Dominique Lambert haufenweise zerstückelte Aale. Ausgerechnet eine Turbine für Ökostrom soll für deren Tod verantwortlich sein.

Dominique Lambert, Chefredaktor der Fischerei-Zeitschrift «Petri Heil», hat vor rund einem Monat im Rhein unterhalb einer Brücke bei Neuhausen SH einen grausigen Fund gemacht. Die zerhackten Überreste von mindestens acht Aalen lagen am Grund des Rheins.

«Wir schauten ins Wasser und bemerkten etliche schimmernde Flecken auf dem Flussgrund», sagt Lambert zur «Südostschweiz». Eigentlich habe er an diesem Tag mit seinen Mitarbeitern Aeschen fischen wollen.

Jedes Jahr viele Opfer

Weil ihn die «grausigen Bilder» nicht losliessen, ging Lambert eine Woche später wieder nach Neuhausen und lief entlang dem Fluss rheinabwärts. Wieder entdeckte er tote Tiere. Dabei machte er auch Fotos. Passanten, die ihm beim Fotografieren der toten Tiere zuschauten, berichteten ihm, dass jedes Jahr im November und Dezember Unmengen von toten Aalen im Wasser treiben. Auch Patrick Wasem, Fischereiaufseher am Schaffhauser Rhein, bestätigt die Situation gegenüber «Petri Heil»: «Es kommt jedes Jahr zu solchen Bildern, dass Aale, die durch die Kraftwerks-Turbinen zu Tode gekommen sind, im Rhein treiben.»

Wie Lambert in «Petri Heil» schreibt, sei ihm schnell klar gewesen, dass es sich hier um «Fischgeschnetzeltes» aus den beiden Kaplan-Turbinen des Kraftwerks Schaffhausen handle. Dieses befindet sich rund zwei Kilometer flussaufwärts. Wenn dann die Tiere flussabwärts ziehen, würden sie in den Turbinen verenden oder schwerverletzt überleben.

«Krasser Missstand»

«Dieser Sache musste ich nachgehen», sagt Lambert. Als Fischereifachmann habe er sich dazu verpflichtet gefühlt. «Wenn so viele Aale als Kollateralschaden der Stromproduktion sterben müssen, ist das ein krasser Missstand.»

Am meisten würde ihn aber die Tatsache aufregen, dass das Kraftwerk Schaffhausen den da produzierten Strom als «Clean Solution Ökostrom» verkaufe. Dieser sei um ganze vier Rappen pro Kilowattstunde teurer als normal produzierter Strom. Gemäss den Kraftwerkbetreibern wird einer der vier Öko-Rappen für die Natur im Rhein verwendet – beispielsweise für Renaturierungen.

Kaum ein Fisch erreicht das Meer

Für Lambert ist das Beschiss: «Diese Bezeichnung suggeriert, dass naturfreundlicher, grüner Strom produziert wird.» In diesem Fall könne man das sicher nicht behaupten.

Auf seine Anfrage hiess es beim Kraftwerk: «Das Kraftwerk Schaffhausen ist grundsätzlich mit ‹fischfreundlichen› Turbinen ausgerüstet», so Walter Vogelsanger, Leiter der Arbeitsgruppe Fischpass des Schaffhauser Kraftwerks, zum «Petri Heil». «Es ist aber eine Tatsache, dass vor allem der Aal von seinem Verhalten her durch seinen geringen Durchmesser und durch seine Körperlänge besonders gefährdet ist.»

«Kassensturz» nimmt Thema auf

Weiter heisst es, dass Aale sowieso wegen der nachfolgenden Kraftwerke kaum eine Chance hätten. So würde kaum ein Aal das Meer erreichen. Die SRF-Sendung «Kassensturz» wird heute über Lamberts Recherchen berichten. Die Sendung läuft ab 21.05 Uhr auf SRF 1.

Quelle: 20min, 1.2.2017

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