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Am Sonntag, den 11.10.2015 kam es im Bergwerk Miltitz in Meißen (Sachsen) zu einem tödlichen Unfall, dessen Analyse weitgehend abgeschlossen ist.

Der Tauchtreff Dresden veröffentlichte auf seiner facebook-Seite hierzu (gekürzt):

Beide Taucher hatten weitestgehend identische Tauchausrüstung und Gase im Einsatz (D12, mit EAN 29, 80cft Stage mit TMX 22/35, 7 Liter Stage mit O2, Scooter Bonex (Reference))

Der Tauchplan sah einen Tauchgang für etwa 60 Min. zur Heynitzhalle vor, indem Film- und Fotoaufnahmen in etwa 40m Tiefe unter Einsatz der Scooter erfolgen sollten. Um die zu erwartende Deko zu verkürzen wurde Sauerstoff mitgeführt.

Der geplante Gaswechsel auf TMX 22/35 wurde von beiden Tauchern wie vorgesehen in etwa 40m Tiefe vorgenommen. Dem Vernehmen nah hat hierbei Taucher 1 die TMX-Stage mit der Sauerstoffflasche verwechselt, obwohl Regler und Stages mit unterschiedlicher Schlauchfarbe und Kennzeichnung versehen und beide Stages an unterschiedlichen Körperseiten, (bei beiden Tauchern identisch) angebracht waren. Die Verwechslung der Gase wurde weder von Taucher 1 noch durch Taucher 2 bemerkt.

Taucher 1 tauchte nach dem Gaswechsel mit Scooterhilfe bis auf 54 m ab, gewahrte beim Auftauchen auf 40m ein gesundheitliches Problem und gab Notsignal an Taucher 2. Taucher 2 dachte zunächst an einen Gerätedefekt und versuchte den langen Schlauch zu reichen. Höchstwahrscheinlich verhinderte ein durch das Atmen von reinem Sauerstoff in dieser Tiefe verursachter Sauerstoffkrampf die Lösung des durch beide Taucher nicht erkannten Problems.

Taucher 2 versuchte das Gerät von Taucher 1 zu bedienen, um gemeinsam den Ausgang zu erreichen, was schlussendlich misslang. Weitere Hilfe war Taucher 2 nicht mehr möglich, da sein Atemgas bereits zur Neige ging. Aus Grund der damit verbundenen Aufregung kam es zu Sichteinschränkungen an der Unfallstelle. Die daraus resultierende Orientierungslosigkeit beim Versuch den Ausgang zu finden, führte dazu, dass er erst im 3. Anlauf den Rückweg zur Oberfläche fand.

Auf Grund der durchlebten psychischen und physischen Strapazen konnte Taucher 2 den Automaten nicht mehr sicher im Mund halten und aspirierte dadurch auf dem Weg zur Oberfläche eine Menge Wasser. Erforderliche Dekostops wurden in dieser Situation nicht mehr eingehalten.

Am Ausstieg wurde er sofort mit Sauerstoff erstversorgt und durch Hilfe der anwesenden Taucher von der Tauchausrüstung befreit. Obwohl Taucher 2 sich in den ersten langen Sekunden nicht artikulieren konnte, wurde ein Unfallgeschehen angenommen und die Bergung des verunfallten Taucher 1 parallel zur Alarmierung des Notarztes begonnen.

Quellen: Taucher.net, 10.11.2015Tauchtreff Dresden @ Facebook, 27.10.2015

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