Ein Taucher in Australien wird von seinem Boot getrennt. Mitten in der Nacht schafft er es bis zur Küste zurück – mit Hilfe seiner Familie.

Ein Hobbytaucher mit Glück im Unglück: Nachdem ein 46 Jahre alter Mann im Indischen Ozean von seiner Gruppe getrennt wurde, schwamm er mitten in der Nacht bis zum Strand — insgesamt 16 Kilometer. Er war den Lichtern der Taschenlampen gefolgt, mit denen seine Familie ihn am Strand suchte.

Laut «The Guardian» tauchte der Mann am Donnerstag mit einem Kollegen am African Reef vor der Küste in Geraldton in Australien. Als er wieder an der Wasseroberfläche war, war aber sein Boot verschwunden. Das Ankertau war durchtrennt und die Strömung hatte das Boot auf das offene Meer hinausgezogen.

Retter hätten erst wieder am nächsten Morgen nach ihm gesucht

Der andere Taucher fand jedoch das Boot und erkannte sofort den Notfall. Um 19 Uhr alarmierte er die Küstenwache von Geraldton. Die Retter fuhren sofort hinaus, um nach dem Vermissten zu suchen.

«Wir fuhren anscheinend mehrere Male an ihm vorbei», sagt Ian Beard, Sprecher der Küstenwache. Sie fanden den Mann aber nicht, weil der Leuchtstreifen an seinem Anzug nicht hoch genug aus dem Wasser ragte. «Es war, wie nach einer Nadel im Heuhaufen zu suchen», so Beard. Kurz nach Mitternacht ging das Rettungsboot an die Küste zurück, um zu tanken. Die Absicht der Retter wäre gewesen, nach dem Taucher weiterzusuchen, sobald es wieder hell gewesen wäre.

Seine Familie am Strand suchte mittlerweile verzweifelt nach ihm. Mit Taschenlampen liefen sie die Küste auf und ab. Das war die Rettung: Der Taucher folgte den Lichtstrahlen am Ufer und schwamm ihnen entgegen. Um 3.20 Uhr hatte er etwas unterkühlt und erschöpft den Strand erreicht. «Ich kann mir die Freude dieser Familie vorstellen», sagt Retter Beard. «Das war ein mächtiger Schwumm.»

Quelle: 20 Minuten, 11.11.2016

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