Der Volksmund nennt sie Killerwale. Dabei haben Orcas eine ausgeprägte soziale Natur – wie neue Bilder von Forschern zeigen.

Sie schmusen, kuscheln und spielen: Orcas lieben den Körperkontakt. Das haben US-Wissenschaftler vor der kanadischen Nordwestküste mit einer neuen Methode entdeckt. Sie setzten Drohnen ein, um die Tiere zu beobachten.

Ziel der Mission war es, den Gesundheitszustand der Meeressäuger zu erforschen. Dazu setzten die Wissenschaftler Drohnen ein. Denn nur von oben lässt sich früh genug erkennen, ob einer der Orcas unterernährt ist. Der Grund: Wenn die Tiere abnehmen, ersetzen sie das Fett durch Luft und werden einfach schmaler. So erhalten sie ihre Stromlinienform, sehen aber von der Seite weiterhin gut ernährt aus.

Ein unpassender Name

Von den ferngesteuerten Drohnen, die rund 30 Meter über der Wasseroberfläche schwebten, liessen sich die Orcas nicht stören. Das Ergebnis der Beobachtung: Die 77 Tiere sind in gutem Zustand – obwohl die Lachspopulation der Region in letzter Zeit stark schwankte.

Die Fotos, die vom 14. bis 27. August 2014 entstanden, zeigen ausserdem die soziale Seite dieser Meeressäuger (siehe Bildstrecke). Sie schwammen friedlich neben Delfinen, spielten miteinander und suchten immer wieder den Körperkontakt. Den umgangssprachlichen Namen Killerwal tragen die Orcas also völlig zu Unrecht.

Quelle: 20 Minuten, 9.6.2015

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